Es fehlt an Weitsicht
„Natürlich trug die Entlastung des Murnauer Ortskerns vor 30 Jahren dazu bei, Murnau zu einem der schönsten Orte in Oberbayern werden zu lassen. Aber die Behauptung, die vor 30 Jahren begonnene Planung der Umfahrung Murnaus weiterzuführen, spricht nicht gerade von Weitsicht. Die Verkehrs- und Bebauungsinfrastruktur war eine völlig andere. Auf einer Planung, die vor 30 Jahren aktuell war, zu bestehen, ist höchst fragwürdig und Steuergeldverschwendung im höchsten Maße. Die Verlagerung des Verkehrs in den mittlerweile durch die Wohnbebauung erschlossenen Westen der ehemaligen Kemmelkaserne ist nicht hinnehmbar. Von einer Umfahrung kann keine Rede sein, da der Verkehr in ein anderes Wohngebiet umgeleitet wird. Die Behauptung, es gäbe keine belastbaren Beweise, dass Tempo 30 zu einer relevanten Verbesserung der Verkehrssicherheit führt, ist schlichtweg falsch. Es gibt Untersuchungen der Unfallforschung der Versicherer und des Umweltbundesamtes, die von jedem nachzulesen sind. Es bedarf einer Untersuchung der Verkehrsdaten der Weilheimer Straße und der Reschstraße, die in Auftrag gegeben werden muss. Es sollten auch die Murnauer Bürger informiert werden, wie die ,Umfahrung‘ finanziert werden soll, da außer der Bundesstraße der Markt die Finanzierung und Wartung übernehmen muss.
Durch die ,Umgehungsstraße‘, die zum größten Teil auf Seehauser Grund verlaufen soll, würde ein Landwirt in Riedhausen seiner Existenz beraubt, und Flächen versiegelt, dass einem angst und bange wird. Deshalb ist der Vorschlag der Bürgerinitiative, unterstützt durch Bürgermeister Beuting, den Schwerlastverkehr umzuleiten und Tempo 30 im Bereich Adalbert-Stifter-Straße und Bahnhofstraße einzuführen, vernünftig.“
ANDREAS MURAS
Seehausen
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