Leserbrief
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Ein Lkw erzeugt den Lärm von 20 Pkw

Veröffentlicht am:
19.10.2026
Autor:in:
Christian Luidl
Quellenangabe:
Quellenangabe: Murnauer Tagblatt vom 20.10.2026, Seite 31

„Wenn im Hauptverwaltungsausschuss zwei Entscheidungen anstehen, die die Belastung der Anwohner*innen von Weilheimer Straße und Reschstraße reduzieren sollen, dann würde man eigentlich annehmen, dass der Verkehrsreferent Murnaus diese Maßnahmen befürwortet. Doch Herr Probst, der sonst immer lautstark im Interesse der Anwohner den Neubau der B2 fordert, verweigert ihnen diese Maßnahmen, die kurzfristig wirken und zudem fast nichts kosten würden. Schlimmer noch, er zweifelt die wissenschaftlich erwiesene Wirksamkeit dieser Maßnahmen an.

Dabei sagt schon der gesunde Menschenverstand, dass Tempo 30 innerorts zahlreiche Vorteile hat: Es führt zu weniger und leichteren Unfällen, weniger Lärm, weniger Schadstoffen, erhöhtem Sicherheitsgefühl von Fußgängern und Radfahrern und verbessertem Verkehrsfluss. Und jeder Lkw, der nicht durch Murnau fährt, ist ein Gewinn, vor allem, wenn man bedenkt, dass ein Lkw den Lärm von 20 Pkw erzeugt.

Warum soll das alles in Murnau nicht gelten? Seine Stellungnahmen zu den Anträgen zeugen von einer derart fachlichen Unkenntnis und Voreingenommenheit, dass ich an seiner Eignung für das Amt des Verkehrsreferenten zweifeln muss (zumal er nicht neu im Amt ist). Er scheint von der Idee des B2-Neubaus mittlerweile derart besessen zu sein, dass er alle anderen Möglichkeiten, die Anwohner zu entlasten, pauschal ablehnt.

Hat er vielleicht Angst, sie könnten wirken? Bleibt noch die Frage: Wessen Interessen vertritt Herr Probst eigentlich? Die der Murnauer*innen und insbesondere der Anwohner*innen von Weilheimer Straße und Reschstraße offensichtlich nicht.“

‍CHRISTIAN LUIDL
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Murnau

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