Brief an den Bürgermeister: Abgebogen statt ausgebremst!

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Beuting,
sehr geehrte Gemeinderäte und Gemeinderätinnen,
Die Bundesstraße 2 im Bereich von Spatzenhausen sowie die Ortsdurchfahrt von Murnau im Zuge der B2 ist Teil der überregionalen Nord-Süd-Verbindung zwischen Starnberg, Weilheim und Garmisch-Partenkirchen. Das hohe Verkehrsaufkommen von bis zu 17.000 Kfz/24h und etliche, hoch belastete Einmündungen und Kreuzungen führen regelmäßig zu erheblichen Staus in den täglichen Spitzenverkehrszeiten mit den entsprechenden Belastungen für die betroffenen Anwohner der Gemeinden Spatzenhausen, Seehausen und Murnau.
Laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt können Straßenverkehrsbehörden nach § 45 StVO zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm den Straßenverkehr verbieten, beschränken und umleiten. Verkehrsberuhigte Bereiche verbessern das Wohnumfeld. Hierzu tragen Geschwindigkeitsbeschränkungen und Lkw-Umleitungen für einzelne Straßen oder gar Ortsteile bei.
Laut dem Schallschutzgutachten des IB Greiner für den Bebauungsplan Nördliche Reschstraße werden die schalltechnischen Orientierungswerte der DIN 18005 für Allgemeine Wohngebiete (55/40 dB(A) tags/nachts) um bis zu 15 dB(A) tags und nachts überschritten.
Zur Verbesserung dieser Situation und zur Verringerung des allgemeinen Durchgangsverkehrs, der bei den Ortsdurchfahrten Murnau, Seehausen und Spatzenhausen mind. 30 % beträgt, sollten die o.g. Gemeinden bei den zuständigen Straßenverkehrsbehörden (Landratsamt Weilheim und Garmisch-Partenkirchen) einen Antrag stellen, der ein LKW-Fahrverbot (Durchfahrtsverbot für Lkw über 7,5 Tonnen) für den Bereich der B2 zwischen dem Kreisverkehr nördlich von Spatzenhausen und der Autobahnauffahrt Eschenlohe zum Ziel hat.
Zur Verringerung des allgemeinen Durchgangsverkehrs und aufgrund der positiven Erfahrungen bei der einseitigen Sperrung der B2 im Bereich der Reschstraße in Murnau zur Errichtung einer Abbiegespur sollte diese Maßnahme durch eine entsprechende Beschilderung für den Durchgangsverkehr von Weilheim nach GAP und entsprechend von GAP nach Weilheim begleitet werden.
Die Umfahrung Murnaus durch LKW über 7,5 Tonnen und dem Durchgangsverkehr über die B 472 bis zur Anschlussstelle Sindelsdorf sowie auf der A 95 bis zur Anschlussstelle Eschenlohe bedeutet eine theoretische Erhöhung der Fahrzeit von 18 Minuten auf 19 Minuten - also um 1 Minute. Tatsächlich dürfte sich die Fahrzeit angesichts der 8 Ampelanlagen entlang der B2 innerhalb Murnaus um einige Minuten verkürzen.
Mit dieser Maßnahme werden folgende Ziele verfolgt: Schaffung einer leistungsfähigen und zeitsparenden Verbindung in Nord-Südrichtung von Starnberg über Weilheim nach Garmisch-Partenkirchen (Oberzentrum), Verbesserung der Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit der B 2, Beseitigung der vom Durchgangsverkehr hoch belasteten Ortsdurchfahrten sowie Reduzierung der Immissionsbelastungen in Spatzenhausen, Seehausen und Murnau.
Aus den oben genannten Gründen, bitten wir die Gemeinderäte und Gemeinderätinnen der Gemeinden Spatzenhausen, Seehausen und Murnau die Verwaltungen der jeweiligen Gemeinden zu beauftragen bei den Straßenverkehrsbehörden Weilheim bzw. Garmisch-Partenkirchen einen Antrag für ein LKW-Fahrverbot (Durchfahrtsverbot für Lkw über 7,5 Tonnen) für den Bereich der B2 zwischen dem Kreisverkehr nördlich von Spatzenhausen und der Autobahnauffahrt Eschenlohe zu stellen.
Parallel dazu soll die Beschilderung für den Durchgangsverkehr von Weilheim nach GAP und entsprechend von GAP nach Weilheim ab dem Kreisverkehr Spatzenhausen über die B 472 bis zur Anschlussstelle Sindelsdorf sowie auf der A 95 bis zur Anschlussstelle Eschenlohe bzw. umgekehrt erfolgen.
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